Derrick im Steinbock

Nach einer wahren Begebenheit in Versform humorvoll niedergeschrieben von Madeleine Gerber-Walz.

Es war im Restaurant Steinbock, zu der Zeit von Wirt Adolf Baumer
sass Ätti ahnungslos am Stammtisch neben einem kleinen Gauner.
Er unterhielt sich mit dem Fremden wunderbar,
der, wie er sagte, als Kellner auf dem Rothorn tätig war.

Nach einer Weile fragte dieser Bursche unseren Atti,
ob er ihm wohl 50 Franken hätti.
Er sei heute vom Rothorn hinunter gekommen
und habe zu wenig Geld mitgenommen.
Atti gab ihm die Note, er ist halt von hilfsbereiter Natur.
Der Kellner versprach, schon nächste Woche bringe er sie „retur".

Ein, zwei Monate gingen vorbei...
Niemand hat 50 Franken gebracht in die Bäckerei.
Wie dieser Kellner aussah, das hatte Atti inzwischen vergessen,
als er wieder einmal im Steinbock gesessen.

Da erzählte einer, auf dem Rothorn herrschte Hochbetrieb
dort oben müsse man arbeiten; mehr als einem lieb.
Jetzt wurde Atti aufmerksam
und sah sich diesen Redner etwas genauer an.

Da erkannte er ihn wieder und ihm war klar,
dass es der fagantöse Kellner war,
der gemächlich in einem Kaffe rührte
und am Stammtisch einer grosse Gosche führte.

Ätti stand auf, packte diesen am Kragen so sehr,
für das Bürschchen gab es kein entrinnen mehr.
„Du kleiner Bandit", sagte Ätti vor allne Liit.
„erinnerst DU dich noch an meinen Kredit?"
Schnell gab dieser 50 Franken, da war nicht mehr zu spassen
und hat dann fluchtartig das Lokal verlassen.

Der Wirt und die Gäste lobten Ätti für seinen Mut.
Man war sich einig, solche Typen sind nicht gut.
So konnten ein paar Brienzer "Derrick live" erleben,
das hat's im Steinbock wohl nie mehr gegeben.
Und die Moral von der Geschicht,
uns'ren Heinrich genehmigt man nicht!

Madeleine Gerber-Walz

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