Es Ggwitter

Ein Gedicht von Erich Fischer

Es ischt e ddrickig heissa Nahmittag
wamma sich schier nid roden mag.

Kes Windei wääijd, kes Liftli geid
was e chlii Chieli zuehatreid
die Wätterlag ischt gar nid gued
es ischt eim schier unheimli z'mued.

Da pletzli chund e schwarzi Wand
de See deruf, ganz unerchannt
drin e schwäfelgälba Schiin
es wird wohl nid eppa Hagel siin.

Es chlepft und rumpled ohni z'bbstahn
wie uf mer alte Chegelbahn.
Etz gghiijen schon di erschte Trepf
d'Muetter schilted, i han eppis vergässen

i hätti no sellen de Fisel abläsen.
Aber es hed due d's Ggwitter vertriben
und o der Fisel ischt ganza bbliben.

Zur Person:
Erich Fischer wurde 1932 geboren und wuchs im Kienholz in ärmlichen Verhältnissen auf. Seine Mutter habe auch schon Gedichte geschrieben, berichtet er. Seine Begabung entdeckte Erich Fischer in der 8. Klasse, als sein Sitznachbar meinte, dass sie doch anstelle eines Aufsatzes ein Gedicht schreiben könnten. Sein Lehrer war derart begeistert, dass er dem Jungen Erich Fischer die Maximalnote erteilte und alle Mitschüler aufforderte auch ein Gedicht zu verfassen. Die freuten sich dann eher weniger. Fischer machte eine Lehre als Buchbinder und erlernte später den Beruf des Zimmermanns, den er bis zu seiner Pensionierung ausübte. Gedichte schrieb er vorerst für die Familie und erst später, auf vielseitigen Wunsch, veröffentlichte er seine Werke. Die Hefter mit Gedichte und Zeichnungen können direkt bei Erich Fischer, Brienz erworben werden. Noch heute tippt Erich Fischer jedes seiner Gedichte auf seiner Schreibmaschine.

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Dieser Beitrag wird laufend ergänzt.

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