Lengziitiga

Ein Gedicht von Erich Fischer

Fotos: Marianne Imfeld

Lengziitiga

Der eint hed mer eis prichted,
was är alls heigi gsichted
uf der groose wwiite Wwäld.
Vo Rriichtum, Macht und Gäld.
Sogar Bbluemmi siigen greeser.
Das mag siin,
aber Fliehbluemmi schmecken besser.

I pfiiffen doch uf Ruhm und Gäld
und uf di ganzi groossi Wäld.
I wollt niid vo sele Sachen,
i bliiben hie in iisem Chrachen.
Dert, waa Wildbäch nidsi toossen,
bin Enzian und Alperroosen.

Erich Fischer

 

Fliehbluemmi

Zur Person:
Erich Fischer wurde 1932 geboren und wuchs im Kienholz in ärmlichen Verhältnissen auf. Seine Mutter habe auch schon Gedichte geschrieben, berichtet er. Seine Begabung entdeckte Erich Fischer in der 8. Klasse, als sein Sitznachbar meinte, dass sie doch anstelle eines Aufsatzes ein Gedicht schreiben könnten. Sein Lehrer war derart begeistert, dass er dem Jungen Erich Fischer die Maximalnote erteilte und alle Mitschüler aufforderte auch ein Gedicht zu verfassen. Die freuten sich dann eher weniger. Fischer machte eine Lehre als Buchbinder und erlernte später den Beruf des Zimmermanns, den er bis zu seiner Pensionierung ausübte. Gedichte schrieb er vorerst für die Familie und erst später, auf vielseitigen Wunsch, veröffentlichte er seine Werke.

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