Mii Soldat
Foto: Symbolbild einer Schulklasse beim Schulhaus im Kienholz
Im Frühling 1939 ging ich im neuen Schulhaus im Kienholz in die erste Klasse. Wir übten fleissig das ABC.
Am ersten September war Mobilmachung und viele Männer mussten an der Grenze Wache halten. In der Adventszeit hatten wir Sterne aus Karton gebastelt und mit Farbstift angemalt. Auf der Rückseite durften wir unseren Namen und den Wohnort hinschreiben. Diese einfachen Kerzenständer wurden an die Grenze geschickt.
An Weihnachten bekam ich von einem gewissen Walter Brack ein Päckli. Seine Adresse hat er angegeben und ich schrieb ihm einen Dankesbrief. Es entstand ein Briefwechsel über Jahre und jede Weihnacht erhielt ich ein Päckli bis in die neunte Klasse vo "miim Soldat".
In den 1940er Jahren zogen sich Teile der Armee in die Berge zurück, ins Reduit. Wir Kinder sassen an der Strasse
auf der Mauer und schier endlose Züge Soldaten marschierten vorbei. Pferde mit Haubitzen, mit Feldküchen, Feldschmitten und Wagen voll Heu für die Pferde. Als dann mal das gröbste vorbei war sagte die Mutter: "gähd de Rosmischt ga zämenbutzen fir Zibellen."
Teile einer Kompanie haben oft im äusseren Kienholz ihr Nachtlager bezogen, und am Abend die Pferde gepflegt beim laufenden Brunnen. Das waren interessante Abende für uns Buben. Manchmal haben sie uns auf ein Pferd gesetzt und wir durften eine Runde reiten, das war das Höchste.
Acht eis, es Huppmeisi!
Im Winter kommen verschiedene Vögel zu Besuch – kennt Ihr die Namen auf Brienzerdeutsch?
Geschichte der Rybi am "Milibach" in Brienz
Von der alten Hanfreibe zur Kleinschreinerei A.u.V. Schneiter AG - Nach Erinnerungen von Arnold Schneiter, 1924-2013 (früherer Rybi-Besitzer und -Betreiber in 4. Generation) mit Ergänzungen von Hans Rudolf Hösli.
Ein Jubiläum und eine Überraschung
Am diesjährigen Brienzermärt erscheint bereits die fünfte Broschüre Brienzer Dorfgeschichte. Neu werden zudem einzigartige Postkarten zum Verkauf angeboten.
Piraten auf dem Brienzersee?
Ein Bericht von Pirat Ueli Stähli: Die Behauptung, dass die ersten Spuren von den Vorfahren der Brienzer Seepiraten schon im 17. Jahrhundert auf der Schneckeninsel entdeckt wurden, entbehrt allen wissenschaftlichen Grundlagen. Richtig und geschichtlich belegt ist die Tatsache, dass vor genau 50 Jahren die ersten gefürchteten Aktivitäten von piratenähnlichen Angriffen auf dem Brienzersee zu verzeichnen sind. Besonders gutbetuchte Gesellschaften, welche sich auf der Brienzersee-Flotte zum reinen Vergnügen tummelten, waren das Angriffsziel der wilden Horde.